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Die 200 Millisekunden, die über alles entscheiden

Warum sich manche Websites teuer anfühlen und andere billig, obwohl sie dasselbe zeigen. Es liegt fast immer am Timing.

Abstrakte Lichtspur: Timing und Bewegung.

Es gibt einen Moment, in dem sich entscheidet, ob eine Website sich hochwertig anfühlt. Er dauert etwa zwei Zehntelsekunden und passiert direkt nach einem Klick.

Reagiert die Seite sofort, und die Bewegung läuft ruhig aus, wirkt sie teuer. Reagiert sie verzögert, wirkt sie schwerfällig. Reagiert sie sofort und ist sofort fertig, wirkt sie billig, wie eine Schiebetür, die zuknallt.

Die Kunst liegt in der Kurve. Eine Bewegung, die schnell startet und langsam ausläuft, fühlt sich physikalisch an, so bewegen sich Dinge in der Wirklichkeit. Eine gleichförmige Bewegung fühlt sich nach Maschine an.

Ich habe dieses Gefühl nicht am Bildschirm gelernt, sondern hinter dem DJ-Pult. Ein Übergang, der ein Achtel zu früh kommt, reißt die Energie ab. Niemand im Publikum könnte sagen, was passiert ist. Aber alle spüren es.

Genau deshalb gebe ich bei jedem Projekt Zeit für etwas aus, das in keinem Angebot als Position steht: das Justieren von Millisekunden.

Die Lupe zeigt, was darunter liegt. Finger auf die Seite halten, um selbst zu schauen.